Der lit.COLOGNE Debütpreis

Seit 2010 stellt der lit.COLOGNE-Debütpreis (ehemals Silberschweinpreis) jährlich die bemerkenswertesten Prosadebüts des Frühjahrs vor. Jedes Jahr wählt unsere Jury aus den im Frühjahr erscheinenden Debüts drei Autor:innen aus, die zu einer gemeinsamen Veranstaltung auf die lit.COLOGNE eingeladen werden. Dort vergibt das Publikum, selbstverständlich nach einer Kostprobe der auserwählten Texte, den Debütpreis der lit.COLOGNE. Als Preis winkt den Autor:innen neben der renommierten Auszeichnung das von der RheinEnergie AG gestiftete 2.222 Euro schwere „Silberschwein“.

Zu den Gewinner:innen zählten in der Vergangenheit u.a. Yade Yasemin Önder ("Wir wissen, wir könnten, und fallen synchron"), Axel Ranisch ("Nackt über Berlin"), Takis Würger („Der Club“) und Monika Zeiner („Die Ordnung der Sterne über Como“).

Infos für Verlage

Eingereicht werden können vollständige Manuskripte deutschsprachiger Prosadebüts (Romane & Erzählbände, redigiert oder unredigiert), die im Frühjahr 2027 erscheinen.

Frist: 12. Oktober 2026

Kontakt:
Katharina Menrath
menrath@litcologne.de

2026: Clara Leinemann mit dem Debütpreis der lit.COLOGNE 2026 geehrt

© Katja Tauber

Clara Leinemann wurde am 15. März für ihren Erstlingsroman „Gelbe Monster“ (Suhrkamp) mit dem Debütpreis der lit.COLOGNE ausgezeichnet. Neben Leinemann waren Son Lewandowski ("Die Routinen", Klett Cotta) und Nefeli Kavouras ("Gelb, auch ein schöner Gedanke", Kiepenheuer & Witsch) für den Literaturpreis nominiert.

In ihrer Begründung zur Nominierung schrieb die Jury über „Gelbe Monster“:

In GELBE MONSTER legt Clara Leinemann eine gescheiterte Beziehung auf den Seziertisch: Sie erzählt Charlies und Valentins Partnerschaft von ihrem Ende aus, mit all ihren Ambivalenzen und Abhängigkeiten. Mit einem feinen Gespür für plastische Figuren legt Leinemann ein packendes Debüt vor, das einen ungeheuerlichen Sog entwickelt. Ihre Protagonistin Charlie möchte man abwechselnd schütteln und umarmen, während man ihr durch ein toxisches Wechselbad aus Aggression und Anhänglichkeit folgt. Ein beeindruckender Roman über problematische Beziehungsdynamiken und weibliche Wut.

Alle Preisträger:innen

2026: Clara Leinemann mit "Gelbe Monster" (Suhrkamp)
2025: Kurt Prödel mit "Klapper" (park x ullstein)
2024: Kaleb Erdmann mit "wir sind pioniere" (park x ullstein)
2023: Esther Schüttpelz mit "Ohne mich" (Diogenes)
2022: Yade Yasemin Önder mit "Wir wissen, wir könnten und fallen synchron" (KiWi)
2021: Anna Brüggemann mit "Trennungsroman" (Ullstein)
2020: Amanda Lasker-Berlin mit "Elijas Lied" (Frankfurter Verlagsanstalt), Benjamin Quaderer mit "Für immer die Alpen" (Luchterhand) und Akiz mit "Der Hund" (Hanser blau)
2019: Giulia Becker mit "Das Leben ist eins der Härtesten" (Rowohlt)
2018: Axel Ranisch mit "Nackt über Berlin" (Ullstein)
2017: Takis Würger mit "Der Club" (Kein&Aber)
2016: Sascha Macht mit „Der Krieg im Garten des Königs der Toten“ (Dumont)
2015: Franziska Hauser mit „Sommerdreieck“ (Rowohlt)
2014: Gunnar Cynybulk mit „Das halbe Haus“ (Dumont)
2013: Monika Zeiner mit „Die Ordnung der Sterne über Como“ (Aufbau)
2012: Matthias Nawrat mit „Wir zwei allein“ (Nagel & Kimche)
2011: Tino Hanekamp mit „So was von da“ (KiWi)
2010: Ulrike Almut Sandig mit „Flamingos“ (Schöffling)

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