Statements


Statements von KünstlerInnen zur Absage der lit.COLOGNE 2020

Devid Striesow:
"Die lit.Cologne ist einzigartig in ihrer Art mit dem Publikum zusammen Texte zu feiern. Selten habe ich solche Begegnungen zwischen Sprecher, Autor und Publikum erlebt wie hier. Alle für die Literatur ein elementarer Bestandteil ihres Lebens ist, brauchen diesen jährlichen Höhepunkt. Köln ist ein wundervoller Ort dafür.“

Christian Brückner:
"Als wäre es Vater Rhein, ergoß sich ein Strom neuester Literatur nach Köln, verhalf Büchern zu einem Namen und Autoren zu Vita und Gesicht.
Der Kulturfluß muss weiterfliesen!“

Saša Stanišić:
"lit.COLOGNE ist Kunst, ist Unterhaltung, ist Debatte, ist Humor, ist Wahnsinn, ist noch eins trinken in der Schokoladenfabrik, ist Bühne, ist Literatur, ist weise, ist weitgereist, ist Wirkung, Nachwirkung und Auswirkung, ist laut, leise, ist wichtig, ist klar, ist da – und soll es bleiben."

Bela B:
"Wir alle wissen, was gerade los ist: Die lit.COLOGNE ist abgesagt, wie so viel kulturelle Veranstaltungen (…) und allen Kulturschaffenden steht das Wasser bis zum Hals (…). Ich bin mir nicht zu schade, Euch draußen zu bitten, (...) denkt drüber nach - für die, die es nicht nötig haben,- Eure Eintrittskarten nicht zurück zu geben (…) und das Geld als Spende bei der lit.COLOGNE zu lassen, damit am Ende des Jahres und im nächsten Jahr die lit.COLOGNE wieder Veranstaltungen fahren kann! (…) Sie werden es Euch mit einem super Programm danken."

Sven Regener:
"Die LitCologne ist eine ganz feine Sache, sie ist so einzigartig wie die Stadt Köln, zu der sie gehört wie der Dom und der WDR. "

Joachim Meyerhoff:
"Liebe lit.COLOGNE, es gibt kein tolleres und begeisterungsfähigeres Publikum als deines. Du - liebe lit.COLOGNE - bist die beste Leseveranstaltung, die ich kenne und ich bin wirklich unglücklich, dass Du ausfällst!
Bitte erhole Dich schnell! Du bist doch erst zwanzig! Das will ich unbedingt noch mit Dir feiern! Wir bleiben in Verbindung!
Ich bin immer für Dich da und komme jederzeit, wenn Du mich brauchst!
Liebe Grüße Joachim"

Uwe Timm:
"Die LitCologne ist eine extrem wichtige literarische Veranstaltungsreihe, in der ein intensiver, lebendiger Austausch zwischen Lesern und Autoren möglich ist, und die Stadt Köln und deren Umgebung in ein regelrechtes Lesefieber versetzt. Die literarischen Gespräche, die ich dort während und nach den Lesungen führen konnte, waren jedes Mal auch für mich ein Gewinn. Ich wünsche mir, dass die LitCologne als ähnlich systemrelevant angesehen wird wie die Banken. Das heißt, es muss etwas getan werden, durchaus auch finanziell, damit dieses großartige Literaturfest auch weiterhin stattfinden kann."

Jakob Hein:
"Selbstverständlich bleibe ich derzeit zuhause. Aber das schmerzt mich besonders in diesen Tagen, wo doch eigentlich die lit.COLOGNE stattfinden müsste. Der Verlust ist groß und ich hoffe sehr, dass unser wunderbares Kölner Publikum so großherzig und zukunftsfroh ist, seine Karten zu behalten, damit wir den Spaß im kommenden Jahr bitte einfach nachholen können. Ein Jahr ohne lit ist schon schlimm genug. Ich hoffe sehr, dass auch dieses Fest der Literatur den Corona-Befall überlebt."

Sabine Heinrich:
"Wir sind gerade in Quarantäne und uns fällt zuhause die Decke auf den Kopf. Was aber wirklich gerade hilft: wir lesen uns vor. Natürlich unserem Kind, aber auch uns Erwachsenen. Wie wunderbar es ist, sich vorzulesen, das hab ich bei euch gelernt. In guten, wie in herausfordernden Zeiten: wir lesen uns vor. Wir schaffen das und ich bin mir sicher, bald sind wir wieder zusammen und lesen uns wieder in großer Runde vor. Weil es gut tut! "

Maria Schrader:
"Seit 20 Jahren bereichert die Lit-Cologne uns Frühling um Frühling mit einzigartigen Programmen und Begegnungen. Für mich ist das Schönste an ihr das gemeinsame Erlebnis, ob als Zuhörende oder als Vorlesende. Die Lit-Cologne ist Elixier für Geist und Herz. Und jetzt können wir gemeinsam helfen, dass sie uns erhalten bleibt. Bitte geben Sie Ihre Karten nicht zurück. Verabreden wir uns lieber für später! Nach Corona um halb sechs? Im Herbst? Ich würde mich freuen!“

Nick Hornby:
„lit.COLOGNE is a joyous, vibrant, fantastically well-run and well-attended festival, and every writer who has been invited wants it to survive and flourish.”

Anke Engelke:
„’Of course I talk to myself. I like a good speaker, and I appreciate an intelligent audience’
Naja, geliebte Dorothy Parker. Sie kennen die lit.COLOGNE nicht, weil Sie leider nicht 110 geworden sind.
Und deshalb rufe ich Ihnen zu, wahrscheinlich mit vielen Hundert Zuhörer_innen und Erzähler_innen:
das kollektive Zuhören! die Zusammenkunft von Leser_innen! das von-Anderen-Vorgelesen-Bekommen!
Ich vermisse Dorothy Parker. Und die lit.COLOGNE muss bleiben!“

T.C. Boyle:
"The most difficult thing in times of pandemic is to give up the social and cultural interactions that make us fully human. The theaters and stadiums of the world are empty and we are all the more impoverished for it. lit.COLOGNE will be back, never fear, along with all the other necessary things in our lives. Let us all have patience and anticipate the day when all the festivals and all our joys will return to us so that we can cherish them all the more."

Nina Kunzendorf:
„Die lit.COLOGNE ist jedes Jahr ein Highlight in meinem Kalender. An keinem Ort lese ich lieber vor, keine Zuhörer sind mir lieber als die Kölner. Die lit.COLOGNE muss weiter leben.“

Carolin Emcke:
Die lit.COLOGNE ist ein einzigartiges Festival, weil ich kein anderes Programm kenne, bei dem es diese Freude, diese Lust an Literatur gibt.
Ich bin den Menschen, die dieses Festival geschaffen haben, unendlich dankbar, weil sie uns Autorinnen und Autoren so lange begleiten, weil sie treu sind, kritisch, enthusiastisch, weil sie uns anstiften, aber auch weil sie uns mal etwas ausprobieren lassen: andere Formate, andere Arten des Gesprächs, der Lesung, der Begegnung.
Ich bin jedes Jahr, jeden Abend bei der lit.COLOGNE beschenkt worden - und ich hoffe, ich kann etwas davon zurückgeben.

Bastian Pastewka:
„'Es war schon ein ganzes Stück über Elf hinaus – und ich erinnerte mich an einen Freund, der an einem März-Abend in einem Hotel fragte, wann die Bar schließe, und zur Antwort bekam: Im Oktober!

Diese Zeilen von Edward Boyd, einem schottischen Autor, den niemand kennt, wollte ich meinen Freundinnen und Freunden von der lit.COLOGNE unbedingt noch vorstellen. Und eines Tages hören sie vielleicht auch die neugierigen und stets herzlichen Zuschauerinnen & Zuschauer.
Daher rufe ich uns allen zu: Lasst die lit.COLOGNE bitte weitergehen! Herzlichen Dank."

Peter Wohlleben:
"1. Der Mensch braucht mehr als Klopapier und Nudeln: Mein geistiges Grundnahrungsmittel ist die lit.COLOGNE; Karten lassen sich übrigens schon jetzt für den Herbst hamstern.

  1. Die lit.COLOGNE ist ein Stück kulturelle Heimat für mich, die es jetzt unbedingt zu unterstützen gilt."

Mariele Millowitsch:
"Im Zusammenhang mit diesem wunderbaren und unentbehrlichen Literaturfestival , fällt mir ein Zitat des von mir sehr verehrten Loriot ein:
‘Ein Leben ohne lit.COLOGNE ist möglich, aber sinnlos‘."

Jeffrey Eugenides:
"In my opinion, lit.COLOGNE is one the best international literary festivals in the world. lit.COLOGNE not only introduces the most interesting of today's writers to the citizens of Köln, but introduces Köln to writers and, by extension, to the wider world. I have the fondest memories of my time at the Festival and, as a result, a warm spot in my heart for city of Köln. In this difficult time, when Covid-19 has caused the cancellation of this year's Festival, I would ask any supporter who has purchased tickets to consider that payment as a pledge of support toward the future of lit.COLOGNE, of literature, and of the city of Cologne itself. When this trying time has passed, we will need lit.COLOGNE more than ever, and the world's writers will be eager to return."

Claudia Michelsen:
"Die lit.COLOGNE ist für mich jedes Jahr, wie "nach Hause kommen", nach Hause kommen und mit dem wunderbarsten, großartigsten Publikum eintauchen in die Schätze der Weltliteratur. Wie wertvoll für uns Alle. Bitte lasst uns das gemeinsam erhalten."

Ulrich Noethen:
"Liebe Besucher, liebe Freunde der lit.COLOGNE,
helft bitte mit, dass dieses Festival weiter für Euch da sein kann. Was ginge da sonst verloren! Wenn viele ein Weniges beitragen - jeder was er kann -, dann schaffen wir das. Als Gemeinschaft."

Gerd Köster:
"Die lit.COLOGNE ist unverzichtbar und muss weitergehen, weil sie das seelische Immunsystem entscheidend stärkt."

Wolfgang Niedecken:
"Ich hoffe, dass allen bewusst ist, was wir an der Lit.Cologne haben:
Die Überzeugungstäter um Rainer Osnowski haben es geschafft, auf privatwirtschaftlicher Basis das bedeutendste Literaturfestival Europas auf die Beine zu stellen und zu etablieren. Wir dürfen dieses Team nicht im Regen stehen lassen. Die Lit.Cologne darf auf gar keinen Fall zum Kollateralschaden der Corona-Pandemie werden."

Kristof Magnusson:
"Kein Festival im deutschsprachigen Raum erzeugt so viel Begeisterung für die Literatur wie die lit.COLOGNE."

Jürgen Wiebicke:
"Auch nach dieser Krise wird es auf Dinge ankommen, die man nicht essen kann. Deshalb ist das Überleben der lit.COLOGNE so wichtig."