„Das Leben ist zu kurz für lange Literatur“ – Senta Berger liest Alfred Polgar

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„Das Leben ist zu kurz für lange Literatur“ – Senta Berger liest Alfred Polgar


Alfred Polgar, 1873 in Wien geboren und 1955 in Zürich gestorben, zählt zu den bekanntesten Autoren der Wiener Moderne. Als Aphoristiker und Kritiker war er ein großer Weglasser, ein Könner in der Kunst, aus hundert Zeilen zehn zu machen. Die „kleinen Zwischenfälle“ des Lebens, die „Minus-Abenteuer“, „alarmierende Nicht-Erlebnisse“ interessierten ihn, nicht die großen Staatsaffären. In den 1920ern lebte und arbeitete Polgar in Berlin, dann musste der jüdische Wiener vor dem NS-Regime fliehen, erst nach Prag, dann nach Frankreich, nach Hollywood und New York. Senta Berger erweckt Polgar zu neuem Leben und liest ihre Lieblingstexte zum Thema „Sie und Er“. Was Alfred Polgar zur Liebe zu sagen hatte, ist scharfe Seelenanalyse, die, mit zarter Melancholie versehen, auf Samtpfoten daherkommt. Stilistisch brillant und psychologisch versiert, entblößt er unsere Schwächen. Ein Abend mit musikalischer Begleitung von David Frühwirth (Violine) und Johannes Zahlten (Viola).

  • Sonntag 15 März

    Sonntag
    15. März 2020
    Uhr