„Es ist nicht wahr, dass es für alles Worte gibt“ – Ein Abend mit Herta Müller

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„Es ist nicht wahr, dass es für alles Worte gibt“ – Ein Abend mit Herta Müller


Herta Müllers Leben war von Beginn an der Stoff ihres Schreibens. Geboren wird sie 1953 in Nitzkydorf in Rumänien. Die Vorfahren sind Banater Schwaben, die ihre Kinder in deutsche Schulen schicken. Die Kindheit verlebt sie, „heimatlos und unfrei“, unter demoralisierten Dorfbewohnern, von denen viele der totalitären Ceauşescu-Regierung zuarbeiten, gleichzeitig ihre Nazi-Mittäterschaft nicht aufgearbeitet haben. Der Vater SS-Mann, die Mutter geschädigt durch fünf Jahre Zwangsarbeit in einem russischen Arbeitslager. Erst mit 15 lernt Müller Rumänisch. Sie fängt an, literarisch zu schreiben, auf Deutsch, um das Schweigen und die existenzielle Angst zu verarbeiten. 1987 kommt sie nach Berlin. Ihre bekanntesten Werke: „Der Fuchs war damals schon der Jäger“, „Herztier“, „Der König verneigt sich und tötet“, „Atemschaukel“. In ihren Collagen dichtet sie mit Schere und Papier. 2009 erhält sie den Nobelpreis für Literatur. Mod.: Bettina Böttinger

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    Sonntag
    07. Juni 2020
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